Es ist mittlerweile eine schöne Tradition, dass zum Gemeindeausflug der Kirchengemeinde Ulmtal die Kirchengemeinde Biskirchen mit eingeladen ist und diese Einladung auch rege angenommen wird. An einem der ersten richtig schönen Frühlingstage, am 11. April, ging es los. In diesem Jahr stand die dritte SchUM-Stadt – Worms – auf dem Programm. Die Teilnehmenden wandelten auf wahrhaft historischen Spuren – den Spuren der Nibelungen, den starken jüdischen Wurzeln, die an dem großen jüdischen Friedhof sichtbar werden, aber auch den Spuren der Reformation, insbesondere Martin Luthers, der hier 1521 auf dem Reichstag die berühmten Worte: „Hier stehe ich. Ich kann nicht anders!” gesagt haben soll. Mit Hilfe von zwei Stadtführungen wurden diese Spuren lebendig. Es hat Spaß gemacht, in sie hineinzuschlüpfen: ob in die Schuhe Martin Luthers oder auf den „Thron von Worms”, der an die zentrale Bedeutung von Worms als Königsstadt erinnert und der heute von jedermann bestiegen werden darf. Worms war zur Zeit Karls des Großen die Stadt, in der die meisten Reichstage stattfanden und die meisten herrschaftlichen Hochzeiten gefeiert wurden. Der „Thron von Worms” öffnet den Blick für diese historische Bedeutung und wird von Touristen auch rege genutzt.
Zu Mittag gegessen wurde am Rhein mit Blick auf eine Skulptur des Hagen von Tronje aus der Nibelungensage, der gerade dabei ist, den Nibelungenschatz im Rhein zu versenken.
Es war wieder ein ereignisreicher Tag mit einer Fülle von Eindrücken, die noch lange nachwirken werden.
Alle sind gespannt, wohin der Gemeindeausflug im kommenden Jahr gehen wird, und freuen sich schon jetzt darauf.
